Carl - Blum - Haus
Altenheim “Carl-Blum-Haus” - Sadoroschje/Malenuppen(Gembern) bei Osersk/Darkehmen(Angerapp)
Hier kommen Sie auf die homepage des Carl-Blum-Hauses.

“Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen”
(Galater 6,2)
Zu den große Verlieren im Gefolge der politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gehören vor allem auch die alten Menschen. Sie sind besonders hart davon betroffen. Viele von ihnen müssen mit einer sehr kleinen Rente, der Minimalrente (umgerechnet 60 Euro im Monat) auskommen. Davon kann man in der Regel nur dann leben, solange die Familie hilft, und solange die Gesundheit noch mitmacht. Ist das nicht der Fall, sieht es oftmals böse aus.
Die Propstei Kaliningrad (ca. 3000 Christinnen und Christen in 45 Gemeinden) möchte mit dem Altenheim «Carl-Blum-Haus» ein Zeichen setzen, auf die Situation der Alten hinweisen, und ein Beispiel für würdiges Wohnen im Alter geben Gerade im ostlichen Teil des Kaliningrader/Königsberger Gebietes besteht ein großer Bedarf an Heimplätzen für alte Menschen. Dort, in Sadoroschje/Malenuppen bei Osersk/Darkehmen, wurde ein Haus, in dem in den Jahren zuvor eine Schule und ein Kindergarten untergebracht waren, auf Pachtbasis über einen Zeitraum von 49 Jahren gefunden. Für die Auswahl der Bewohnerinnen und Bewohner ist ein Heimrat zuständig, der je zur Hälfte von der Kirche und der Gebietsverwaltung gestellt wird. Nationalität und Religionszugehörigkeit spielen bei der Auswahl keine Rolle. Kriterien sind Krankheit, Hilfsbedürftigkeit, Obdachlosigkeit und Schwäche, die eine eigenverantwortliche Versorgung unmöglich machen.

Nach der Fertigstellung des Baus und der feierlichen Einweihung am 9. Juni 2006 sowie der letzten bürokratischen Hürden für den Erhalt einer Lizenz konnte am 29. Dezember 2006 die erste Bewohnerin ins Altenheim einziehen. Inzwischen hat das «Carl-Blum-Haus» schon 19 Bewohner. Das Haus verfügt über insgesamt 24 Plätze in überwiegend Zweibett-Zimmern.
Die Bewohner konnten anfangs kaum glauben, dass es sich wirklich um ein Altenheim handelt. Noch nie, so ihre Worte, hätten sie so gute Lebensbedingungen gehabt. Zu ihrer Versorgung gehören u.a. dreimal täglich ein warmes Essen; regelmäßige ärztliche Untersuchungen, eine gute Pflege, sowie unterschiedliche Beschäftigungsangebote wie z.B. Handarbeiten. Einmal in der Woche kommt eine Bibliothekarin und bringt Bücher, Zeitungen und Zeitschriften. Einmal im Monat steht eine musikalische Veranstaltung auf dem Programm.
Der Kreis Osersk/Darkehmen gehört zu den wirtschaftlich ärmsten im Gebiet. Die Arbeitslosigkeit liegt hier noch höher als in den westlichen Landkreisen des Königsberger Gebietes. Mit dem Altenheim werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Mitarbeiterschaft für die Bereiche Pflege und Hauswirtschaft kommen zum Großteil aus der näheren Umgebung.
Die Gesamtkosten für einen Platz belaufen sich auf umgerechnet etwa 3.500 Euro pro Jahr. Die Bewohner können nur den kleinsten Teil dieser Kosten selber tragen. Der Landkreis hat zwar finanzielle Beihilfe (z.B. bei kommunalen Abgaben) in Aussicht gestellt, dennoch wird die staatliche Zuwendung, wenn sie denn kommt, lediglich einen kleinen Teil der Gesamtkosten ausmachen.
Beim “Carl-Blum-Haus” handelt es sich um das erste Altenheim im Königsberger/Kaliningrader Gebiet, das in kirchlicher Trägerschaft liegt. Die evangelische Kirche bittet um Ihre Spende für das Altenheimprojekt. Wir hoffen sehr auf Ihre Unterstützung!
Spenden (gegen Spendenbescheinigung) für das Altenheim “Carl-Blum-Haus” sind erbeten auf folgendes Konto:
Nordelbische Kirchenkasse
Bank: EDG Kiel
Bankleitzahl: 210 602 37
Konto: 10 006
Haushaltsstelle: 08.3530.02.2211
Kennwort: “Carl-Blum-Haus”
Den evangelischen Rußlanddeutschen sagt der Name Carl Blum viel. Aus seiner Feder stammen eine große Anzahl Predigten, die in der Zeit nach der Zerschlagung der Kirche in der Sowjetunion und darüber hinaus von den Gläubigen der Brüdergemeinden regelmäßig gelesen wurden. Seine Predigten gaben den Gemeinden Halt und Orientierung. Carl Blum wurde am 4.05.1841 in Garssen/Kurland geboren. Nach dem Studium der Theologie in Dorpat von 1860-65 und anschließender Ordination war er unter anderem als Pfarrer auch in Rußland tätig. Seine berufliche Laufbahn beendete er als Propst an der Wolga in der Jahren 1901-05.
Weitere Informationen zum “Carl-Blum-Haus” erhalten Sie über:
- In Russland:
Propstei Kaliningrad
Prospekt Mira 101, 236010 Kaliningrad
Tel.: (007 4012) 95 61 12, Fax: (007 4012) 21 75 70
carl-blum.propstei-kaliningrad.info
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In Deutschalnd:
Horst-Peter Boltz, Bussardweg 13, 48565 Steinfurt
Tel.: 02552 98792
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.



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