Gedenken
Gedenken
Neun Frauen und Männer aus verschiedenen Teilen Deutschlands waren am 20. Juni 2010 gekommen, um ihrer verstorbenen Geschwister zu gedenken. Sie selbst haben in den schweren Nachkriegsjahren bis 1948 als Kinder in Königsberg-Kaliningrad gelebt und mussten den Verlust der Eltern und Geschwister verkraften. Nun waren sie zurückgekehrt an den Ort ihrer Kindheit, um innezuhalten und zu beten, um zu gedenken der Menschen, die sie verloren haben.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde ein Gedenkstein enthüllt, den die Initiatoren um Helga van de Loo zusammen mit Propst Jochen Löber und dem Gemeinderat im Garten der Auferstehungsgemeinde in Kaliningrad hatten aufstellen lassen.
Er trägt die Inschrift:
Zum Gedenken der Kinder,
die von 1945 bis 1948
ihr junges Leben verloren.
Die Überlebenden
Juni 2010
Der Gottesdienst, der unter dem Leitwort des Tages aus Lukas 19, 10 stand: „Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“ wurde gestaltet vom Jugendkreis um Varia Muradowa, Hannelore Neumann und Propst Löber. Die Hoffnung wurde zum Ausdruck gebracht, dass jetzt und in Zukunft die Kinder aller Nationen in Frieden leben und aufwachsen können und sich solch ein Kinder-Massenschicksal nicht wiederholt.
Löber betete: „Gott, tröste die Menschen, die gekommen sind zu gedenken,
ihrer verlorenen Kindheit, ihrer verlorenen Geschwister und Eltern,
dass sie weiter Kraft finden in dir, der du uns suchst in unseren Nöten.“
Nach Gebet und Abendmahl enthüllten die Initiatoren im Beisein der zahlreich versammelten Gemeinde zusammen mit Propst Löber den Gedenkstein, an dem sie später Blumen ablegten. Der Chor sang: "Kein schöner Land". Edith Matthes las für die ehemaligen Königsberger Waisenkinder einen bewegenden Text auf deutsch und russisch.
Beim anschließenden Kirchenkaffee kamen die Gäste mit den Gemeindegliedern lebhaft ins Gespräch.










