Diakonietag in Bolschaja Poljana/Peterswalde

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Diakonietag in Bolschaja Poljana/Paterswalde


Gruppenbild:Diakonietag in Bolschaja Poljana

 

Die Diakonische Arbeit ist ein Schwerpunkt in der Ev.-luth. Propstei Kaliningrad. In Sadaroschje unterhält die Propstei ein Altenheim, in Gucev zusammen mit deutschen Partnern eine Diakoniestation, von der aus ambulante Altenpflege geleistet wird. Mit der Propstei eng verbunden ist das Kinderheim „Swetlaschok“ in Slavsk, ein Projekt der Diakoniegemeinschaft in Puschendorf/Deutschland. Des Weiteren gehört zur Kaliningrader lutherischen Kirche „Jablonka“, ein kleines Containerdorf im Herzen Kaliningrads, in dem bis max. 12 Sozialwaisen dauerhaft und Straßenkinder vorübergehend wohnen und betreut werden können. Schließlich ist in unseren Propsteigemeinden die gemeindediakonische Arbeit im Aufbau begriffen. Eine Vorreiterrolle übernimmt hier die Gemeinde Tschernjachowsk.

Vertreterinnen und Vertreter aus allen Einrichtungen und Arbeitsbereichen waren nun am 12. Dezember 2009 zum Diakonietag nach Bolschaja Poljana/Paterswalde gekommen, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen und um über aktuelle Entwicklungen zu sprechen. Erschienen waren außerdem aus dem Paul-Gerhard-Stift in Berlin Winfried Gayko und Diakon Uwe Markward. Beide gehören zum „Freundeskreis Berlin“ und sind Experten in Sachen Diakonie. So brachten sie in ihren Referaten den Seminarteilnehmer/innen die historischen Wurzeln der Diakonie nahe und informierten über heutige Aufgaben und Ziele diakonischer Arbeit.

Daran schlossen sich Berichte aus den Einrichtungen der Propstei an. Es referierten Alexander Michel (Haus Salzburg), Sergey Kiwienko (Jablonka), Tatjana Petrenko (Carl-Blum-Haus), Schw. Barbara Weith (Swetlaschok), Lena Ewdokimowa (Diakoniebeauftragte Propstei Kaliningrad), Natascha Sagorodnych (Pflegedienstleitung Haus Salzburg) und Natalia Schröder (Gemeinde Tschernjachowsk).


In den Diskussionen und Wortbeiträgen standen v. a. auch Finanzierungsfragen im Vordergrund. Anders als in Deutschland, erfährt die diakonische Arbeit hier in der Oblast keine Förderung durch die öffentliche Hand. Sie ist ausschließlich spendenfinanziert. So ist auf der einen Seite die Dankbarkeit für die große Spendenbereitschaft, v. a. aus Deutschland und Holland, sehr groß. Zum anderen, da das Spendenaufkommen insgesamt rückläufig ist, spürt man andererseits eine gewisse Unsicherheit, was die Zukunftssicherung anbelangt.

Im kommenden Jahr soll der nächste Diakonietag in Prawdinsk/Friedland mit dem thematischen Schwerpunkt "Gemeindediakonie" stattfinden.
Die Konferenz in Bolschaja Poljana/Paterswalde wurde von Propst Jochen Löber eröffnet und nach Mittagessen und Kaffeepause mit dem Segen beschlossen.

 

 

Alexander Michel und Alexander Maibach                                      Referat von Natascha Sogorodnych

Seminarteilnehmer                                                                    Winfried Gayko und Elena Strugova

Fragen zum Seminarablauf