Vorsitzendenseminar

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Vorsitzendenseminar
 
 
 
Die Teilnehmer/innen des Vorsitzendeseminars in Gussew mit Propst Jochen Löber. Im Hintergrud die Salzburger Kirche. (Foto: Löber)
 
 
Am Samstag, dem 21. 11. 2009 trafen sich im Gemeindehaus in Gussew die Gemeindevorsitzenden aus den Regionen Tschernjachowsk, Gussew und Slavsk zu gemeinsamen Beratungen. Eingeladen hatte Propst Jochen Löber, und gekommen waren die Vorsteherinnen aus Gussew, Slavsk, Tschdie Prudy, Babuschkino, Kalinino, Schegly, Salessje Olechowo, Meschduretschije, Bolschakowo und Tschernjachowsk.
Auf der Tagesordnung stand ein Erfahrungsaustausch zu verschiedenen Fragen.
Zunächst behandelte man die Partnerschaftsarbeit. Nahezu in allen Gemeinden, aus denen Vertreter gekommen waren, gibt es Partnerschaften zu deutschen Kirchengemeinden. Allgemein wurde die große Bedeutung der Partnerschaften für das Gemeindeleben unterstrichen. Schwierigkeiten bestehen u. a. darin, dass man oft keine gemeinsame Sprache spricht. Die Deutschkenntnisse auf der einen wie auch die Russischkenntnisse auf der anderen Seite sind bei weitem nicht immer ausreichend. Damit kommt es zu keiner echten Begegnung. Wichtig sei, dass auch in den deutschen Gemeinden Menschen mit Russischkenntnissen gefunden werden, die das Miteinander gestalten können.
Propst Löber hob die Bedeutung einer Kultur des Dankes hervor. Manchmal sind die Partner aus Deutschland enttäuscht, wenn auf die erhaltene Hilfe keine entsprechende Rückmeldung gegeben werde. Löber ermutigte die Gemeindevorsitzenden, bspw. über den Propsteibrief oder in persönlichen Briefen ihren Dank auszudrücken.
Die Partnerschaften sind für alle Gemeinden jedoch sehr wichtig. Dabei spielen die persönlichen Kontakte sowie die Begegnung von „Familie zu Familie“ eine wichtige Rolle.
Des Weiteren ging es beim Vorsitzendenseminar um die sog. „Humanitäre Hilfe“. Propst Löber berichtete, dass die Entzollung der aus Deutschland gelieferten Kleidung und Gegenstände immer schwieriger werde. Die Vorsitzenden unterstrichen allerdings, dass in ihren Gemeinden die Humanitäre Hilfe nach wie vor sehr erwünscht ist und dringend benötigt wird. Die Partner sollten ermutigt werden, in Deutschland auch weiterhin Sammelaktionen zugunsten der Propsteigemeinden durchzuführen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen betonten die Teilnehmer/innen in der Abschlussrunde, dass ihnen die Veranstaltung sehr gefallen habe. Das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch seien sehr fruchtbar gewesen. Man äußerte den Wunsch, sich bald wieder einmal zu treffen. Und so ging man nach Gebet und Segen wieder auseinander.